Norbert Nientiedt – der große Initiator des neuen Projektes “Eine Klasse Gemeinschaft”. An der Hildegardisschule ist er fleißig am missionieren. Es gibt eine Preußen-Wand, er macht durch die Lautsprecher Propaganda-Durchsagen und hat zusammen mit seinem Kollegen Rafael Fernandez die ganze Aktion geplant. Die beiden haben nun mit dem Schulleiter zusammen den neuen Oberbürgermeister Lewe, die gesamte Preußen-Führungsspitze (Christoph natürlich auch) und vor allem die Medien für die Aktion gewonnen. Grundgedanke der Aktion ist es die jungen Leute (=Schüler) für Preußen zu begeistern, denn in der Vergangenheit sind einige bestimmt nur Dortmund- oder Schalke-Fans geworden, weil sie nie mit Preußen in Kontakt gekommen sind. Nicht jeder wächst da hinein
Also die Aktion “Eine Klasse Gemeinschaft”. In der Schule wurde eine Preußen-Wand eingerichtet mit Fanartikeln, den Preußen-Büchern, Fragekasten und täglich aktualisierter Medienwand wo kein Pressebericht fehlt. Und weil der Mädchenanteil an der Hildegardisschule hoch ist kommen natürlich auch die Preußen-Spieler gerne in die Schule…
Aber das ist nicht der Hauptgrund. Die Partnerschaft von den Preußen mit der Hildegardisschule (das Ganze ist ein Pilotprojekt wo möglichst viele Schulen folgen sollen) beinhaltet Unterrichtsbesuche, Unterstützung der Frauen-Fussball-Mannschaft, Zusammenarbeit bei Charity-Aktionen und Schulaktionen sowie regelmäßige Talkrunden. Kurz: Der Verein ist regelmäßig präsent.
Damit geht der Verein endlich den langfristigen Weg (wie seit einiger Zeit in mehreren Bereichen), der in der Vergangenheit keine Lobby hatte: Nachhaltiger Fan- und Imageaufbau. Viele kurzfristig denkende Beobachter kritisieren, dass wegen solcher Aktionen an Spieltagen der Zuschauerschnitt nicht signifikant erhöht wird, aber in einigen Jahren wird wohl jeder den aktuell verantwortlichen Personen dankbar sein (wenn die Arbeit Früchte trägt) und den eingeschlagenen Weg loben.
Ein Verein der von seiner Tradition lebt und darauf stolz ist muss einfach langfristig denken, was bei Preußen seit dem Zweitligaabstieg lange nicht passiert ist. Aber endlich steht die langfristige Perspektive, die keine Sorge vor scheiternden 2-Jahresplänen mehr erschüttern kann!

29. Januar 2010 um 10:52
Hallo Matthias,
da hat jemand verstanden auf Anhieb, worum es uns wirklich geht! Ich hoffe, wir können den Standard halten, auch wenn es bei einem Aufstieg natürlich eigentlich noch einen Qualitätsschub geben müsste.
Dafür werden wir hoffentlich den ersten Schritt am Samstag tun und uns in diesem so merkwürdig benannten Stadion wieder nicht nur filzen lassen, sondern auch in der kleinsten Kurve einferchen lassen. ;-(
Am 06.02 wird dann unsere Schule für die drei Punkte sorgen gene die Teufel sorgen – ich werde jedenfalls alle Schüler meiner Klasse, die zurzeit im Praktikum sind, ansprechen und “verpflichten”, sodass es vielleicht anschließend zum außerordentlichen Klassentreffen kommt.
Und wenn ich ich Zukunft auch noch am Ende mit “s” statt mit “z” wegen meiner portugiesischen, nicht spanischen Vorfahren geschrieben werde, ist alles perfekt.
Rafael Fernandes