Feb 03

Hubert Wimber ist Polizeichef in Münster. Ein Grüner. Das war bei seiner Einsetzung damals schon eine kleine Sensation und es gab auch Proteste. Sein größter Skandal bisher: Er hat mal auf dem Fahrrad auf dem Weg zum Dienst den Bürgersteig benutzt und ein ihm nicht wohlgesonnener Bürger hat ihm gedroht auf Grund seiner Beamtenposition für Ärger zu sorgen und Wimber hat sinngemäß geantwortet “Wieso stört Sie´s?”. Gemeint war auf dem Bürgersteig zu fahren. In der Presse war es ein kleines Politikum. Naja, das Volk braucht halt Brot und Spiele…

Seitdem hat der grüne Polizei-Chef für überraschend wenige Skandale gesorgt, die rechte Bürgerschaft hat ja schon mit terroristischen Unterwanderungen gerechnet. Aber: seriöse Arbeit jahrelang.

Aber jetzt hat er die Katze aus dem Sack gelassen: In der WN (Quelle: http://www.westfaelische-nachrichten.de/aktuelles/top_thema_1/1264037_Wirbel_um_Polizeichef_Wimber_Gewerkschaft_will_sachliche_Debatte.html) heißt es am 02.02.2010:  “Grünen-Mitglied Wimber hatte in einem nicht zur Veröffentlichung gedachten Schreiben an den Deutschen Hanf Verband die Strafverfolgung von Drogenkonsumenten infrage gestellt.”

Und jetzt? Was nun? Anscheinend gibt es ein krasses Mißverhältnis zwischen Realität und Wunschdenken der Gesetzgebung. Ist Wimber der Mann, der Probleme anspricht oder ist er ein Problem? Ich weiß es nicht…