Jan 18

So meine lieben Familienkollegen…..leider erlebe ich als Krüppel derweil nicht so besonders viel und kann deshalb auch keine spannenden Geschichten veröffentlichen. Mit gebrochenem Arsch ist man nämlich leider nur ziemlich eingeschränkt bewegungsfähig, weshalb ich hier in Barcelona zur Zeit ein eher trostloses Behindertenleben führe.

Aber für alle, die es noch nicht mitbekommen haben, hier ein kleines Resümee wie es dazu kommen konnte:

Alles fing mit dem wirklich unglaublich gut organisierten Rückflug nach Barcelona an. Zuerst einmal mussten wir mitten in der Nacht von Münster nach Dortmund aufbrechen, damit wir auch trotz Schneechaos pünktlich den Flughafen in Dortmund erreichen und ich den 9Uhr Flug nicht verpasse….der dann im Endeffekt auch tatsächlich diverse Stunden später von Köln Bonn aus startete. Großartiger Weise wurde nämlich wegen des fehlgeschlagenen Starts der Air Berlin Maschine erstmal der komplette Flughafen gesperrt. Nach einigen Stunden Wartezeit hat sich Easy Jet großzügigerweise aber doch entschlossen, uns erst einmal einchecken zu lassen, um uns im Gate dann weitere 2 Stunden auf die Busse warten zu lassen, die uns dann nach Köln Bonn transportiert haben. Als Entschädigung wurden uns allerdings Gutscheine im Wert von 4.50 € angeboten, von denen man sich dann genialerweise ein ganzes 0,30 stilles Wasser kaufen konnte! Darüber waren wir alle unwahrscheinlich glücklich und erstmal ruhig gestellt für die weiteren Stunden, die uns noch bevorstehen würden. Nach tatsächlich erfolgreichem Transport zu dem anderen Flughafen, wurden wir bei Ankunft im Bus dann darauf hingewiesen, dass wir uns alle auf die Suche nach unserem Gepäckstück machen sollten und damit dann bitte so schnell wie möglich ein weiteres mal einchecken…ja….wir hatten ja auch wirklich schon genug rumgetrödelt! Problem war nur, dass mein Rucksack sich leider nicht in dem Bus befunden hat, in dem ich transportiert wurde…also hat sich Sherlock Rapha in schnellst möglicher Mission auf die Suche nach den verbleibenden Bussen gemacht, um dann….das Gepäck unbeaufsichtigt zwischen irgendwelchen Autos auf dem Parkplatz rumliegend zu finden! Die übliche Frage bei der Gepäckaufgabe, ob mir irgendjemand etwas zugeschoben haben könnte, haben sie sich netterweise dann gespart. Offensichtlich waren keine Terroristen anwesend. Nach erneutem Sicherheitscheck durften wir dann auch endlich ins Flugzeug, um dort sitzend eine weitere Ewigkeit auf die Enteisung des Flugzeugs zu warten. Wie hätten sie auch wissen können, dass wir bald ankommen und losfliegen möchten? Während die Kinder sich das Cockpit ansehen durften, was eher von den Vätern mit wilden “mein Junge mein Junge” Rufen, gefolgt von einem Blitzlichtgewitter an der Flugzeugfront, wahrgenommen wurde, bequemte sich ein Stewardess mit Silberkanne durch den Gang. “Endlich!! Mein Kaffee!” habe ich gedacht und wurde nach 10 Minuten auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt, als sie mich mit einem Lächeln auf dem Gesicht fragte, ob ich auch gerne ein Glas stilles Wasser umsonst hätte….. Oh ja sehr gerne, vielen Dank!! Naja, ich denke gegen 16Uhr sind wir dann letzten Endes doch abgehoben, gefolgt von der Durchsage, dass leider kein Essen und nur eingeschränkt Getränke angeboten werden können. Macht ja nichts, wir waren ja auch noch nicht lange unterwegs. Als die nette Dame von der Flugbegleitung dann gegen Ende des Fluges an meiner Reihe ankam und ich meine “den stärksten Kaffee den sie haben” Bestellung aufgeben wollte, kam gleichzeitig die Durchsage des Piloten, dass aufgrund von Turbulenzen vorerst leider keine Heißgetränke ausgeschenkt werden können. Glück muss der Mensch haben!

Angekommen in Barcelona habe ich dann, weils bisher so schön war, aus Gewohnheit die Gepäckausgabe am Terminal A angesteuert, um dann festzustellen, dass die Gepäckausgabe der Easy Jet Flüge jetzt am Terminal B ist, juhuu! Das hieß für mich: einmal durch den ganzen Flughafen und dann noch ein drittes Mal für diesen Tag durch die Sicherheitskontrolle, damit auch ich meinen Rucksack abholen darf. Die Kontrolle passiert, habe ich meinen Rucksack dann tatsächlich relativ einsam auf dem Rollband in die Runde kutschierend entdeckt und gedacht, dass jetzt eigentlich nichts mehr schief gehen kann….bis ich in dem Moment wo ich ihn aufsetze von einem Arschloch umgerannt werde, rückwärts auf eine Eisenkante knalle und mir dabei das Steißbein breche…

Herzlich Willkommen in Barcelona liebes 2010!!!! Noch Fragen?